Schon das Steinchen im Schuh kann einem das Gehen verleiden – wieviel mehr erst Krämpfe, Prellungen oder Zerrungen. Wir sagen Ihnen, sie sich diese Bagatellverletzungen erkennen, behandeln und vermeiden lassen.
Von Dr. Jörg Zitzmann (Sportmediziner bei Hauser Alpinmed.):
TUT WEH, IST ABER NICHT SCHLIMM
Krämpfe:
Beim Gehen, beim Klettern, beim Skifahren werden die Muskeln belastet; das ist doch grad´das Schöne am Bergsteige. Leider ist die Freude an der Muskelarbeit nicht immer ungetrübt. Eine häufig auftretende “Verletzung” bei langen Touren ist der Muskelkrampf.
Abhilfe: Die Belastung des krampfenden Muskelns abbrechen (zB eine Gehpause einlegen), elektrolyhaltige Getränke zu sich nehmen und den Muskel vorsichtig dehnen. Mit reduzierter Belastung kann man nach kurzer Zeit wieder weitermachen.
Muskelkater:
Der Muskelkater stellt sich meist ert am Tag nach größerer Belastung ein. Seine Ursache sind nach neueren Erkenntnissen Mikroeinrisse in der Muskelarkomeren, die eine lokale Entzündungsraktion mit den bekannten Schmerzen auslösen.
Abhilfe: In erster Linie Schonung. Enzündungshemmende Salben auftragen und mit Verband vor dem Verrutschen sichern. Kühlung ist wirklungsvoll, aber nicht auf Tour anwendbar. Passive Dehnübungen sowie vornehmlich konzentrische Belastungen verhindern, dass der Muskelkater immer schlimmer wird.
Blasen:
Blutblasen – mit einer Kanüle die Flüssigkeit entfernen; die Hatu nicht entfernen, erhält die Sterilität.
Wasserblasen – Wie oben. Eventuell die Haut mit der Schere entfernen. Ein bis zwei Tage mit Sofratüll abdecken.
Vorbeugen ist besser als heilen: Gefährdete Stellen vor der Tour mit Footcare-Pflaster abdecken.
Begatellwunden:
Lästig, schmerzhaft und jedem Bergsteiger wohlbekannt sind Schürfwunden.
Behandlung: Da Schürfwunden meist stark verschmutzt sind, ist der erste und unbedingt notwenidge Schritt die Wundreinigung. Ein schmerzhafter Vorgang, der am besten unter fließendem Wasser erfolt. An die Reinigung schließt sich die Desinfektion an. Wichtig: Die Wunde nicht berühren. Bei kleiner oder leichter Blutung empfiehlt es sich, die Wunde an der Luft heilen zu lassen.
BERG HEIL
Quelle: Bergsteiger, Ausgabe: August 08


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