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Muttertag

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Wir wünschen allen Müttern einen wunderschönen Muttertag.

 

Wir wären nie gewaschen
und meistens nicht gekämmt.
Die Strümpfe hätten Löcher,
und schmutzig wär’ das Hemd.

Wir gingen nie zur Schule,
wir blieben faul und dumm
und lägen voller Flöhe
im schwarzen Bett herum.

Wir äßen Fisch mit Honig
und Blumenkohl mit Zimt,
wenn du nicht täglich sorgtest,
dass alles klappt und stimmt.

Wir hätten nasse Füße
und Zähne schwarz wie Ruß
und bis zu beiden Ohren
die Haut voll Pflaumenmus.

Wir könnten auch nicht schlafen,
wenn du nicht noch mal kämst
und uns, bevor wir träumen,
in deine Arme nähmst.

Wir lehrte uns das Sprechen?
Wer pflegte uns gesund?
Wir krächzten wie die Krähen
und bellten wie ein Hund.

Wir hätten beim Verreisen
nur Lumpen im Gepäck.
Wir könnten gar nicht laufen,
wir kröchen durch den Dreck!

Und trotzdem! Sind wir alle
auch manchmal eine Last:
Was wärst du ohne Kinder?
Sei froh, dass du uns hast!

(Eva Rechlin)

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Marianne @ Wasserwald — 30. März 2010

Osterbräuche im Gailtal

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Zu Beginn der Karwoche erzähle ich Ihnen heute ein bißchen von den Osterbräuchen im Gailtal. Ich finde Brauchtum wichtig und daher hab ich mich auf die Suche gemacht und einiges Interessantes zusammengetragen.

Rund um den Palmbesen
Am Palmsonntag wurden ja die Palmbesen oder -buschen in der Kirche geweiht. Zurück im Haus gibt es dann eine Vielzahl an Brauchtum. Um das Haus zu segnen geht man zB dreimal mit dem Palmbesen rund ums Haus. Bauern stecken in ihre Felder je einen Palmzweig, um die Ernte vor Unwetter zu schützen. Sie besitzen kein Feld – dann ist der Zweig auch im Garten eine gute Idee ;-) . Auch für die körperliche Gesundheit wird gesorgt – um das ganze kommende Jahr gesund zu bleiben schluckt man ein geweihtes Palmkätzchen.
Der Palmbuschen vom Vorjahr wird jetzt aufgeheizt – das schützt das Haus vor Unglück. Andere werfen zusätzlich bei jedem kommenden Unwetter einen Palmzweig in den Ofen und verheizen ihn – dadurch bleibt das Haus von Blitz und Hagel verschont. Als Kind hatten wir immer viel Spaß an dem Brauch des “Palmesels” – das ist derjenige im Haushalt der am Palmsonntag am längsten schläft. Kein Ehrentitel also …

Rund um den Karsamstag
Der Karsamstag startet bei uns im oberen Gailtal schon sehr früh. Zwischen 7 und 8 Uhr gibt es die Feierweihe. Vor der Kirche wird ein Osterfeuer entzündet und geweiht. Die Dorfbewohner kommen mit an einem Draht befestigten “Schwämmen” und nehmen das Feuer mit nach Hause. Dort wird im Herd dann ein Feuer entzündet. (Früher wurde oftmals am Karfreitag mit dem Auslöschen der Kerzen in der Kirche auch das Feuer im Herd gelöscht. Dieses Feuer wird nun mit dem geweihten Schwamm neu entzündet.) Die Symbolik dahinter kann so beschrieben werden: “Das Alte ist vergangen und mit Christus ist etwas Neues gekommen.”

Die Schwämme für das Osterfeuer werden am besten schon ein Jahr im Voraus gesammelt und an einem warmen Ort getrocknet. Sie werden dann durchbohrt und an einem Draht befestigt. Im geweihten Feuer wird der Osterschwamm dann entzündet. Den glühenden Schwamm schwingt man dann hin und her. Dadurch erlischt er auch nicht – selbst wenn man einen längeren Weg nach Hause hat und nicht wie ich gleich unter der Kirche wohnt.

Am Nachmittag des Karsamstag findet dann die Speisensegnung statt. Dafür werden die Osterkörbe gefüllt mit Kärntner Reindling (das Rezept dazu gibt es morgen im Daberer-Blog), Kochschinken, Kren, Ostereiern, Rindszunge, … . Darüber kommt die Weihkorbdecke. Das ist meist eine Leinendecke die mit roten Kreuzstichen verziehrt ist. Diese Körbe werden rund um den Altar gestellt und vom Pfarrer gesegnet. Anschließend versammelt sich die Familie zuhause zur Osterjause. MMMH – das schmeckt köstlich! (Auch wenn man die 40-tägige Fastenzeit nicht so streng eingehalten hat.)

Rund ums Osterei
Eine sehr beliebte, bekannte und gängige Tradition ist das Eierpecken. Dabei werden die Enden (spitzes Ende auf spitzes Ende und stumpfes Ende auf stumpfes Ende) der Eier aneinander geschlagen. Wer verliert muss das Ei an den Gewinner abgeben. Mein Vater erzählt auch immer vom “Schilling-Pecken”. (Sollte jetzt dann wohl eher “Euro-Pecken” heißen.) Das funktioniert so, dass einer ein Osterei hält und der andere eine Münze senkrecht danach wirft. Bleibt die Münze stecken gehört dem Werfer Münze und Ei. Oder das “Eierkugeln” – man legt eine Münze auf den Boden und jeder rollt aus einer bestimmten Entfernung ein Osterei in Richtung der Münze. Wer der Münze am nächsten kommt darf diese behalten …

Natürlich gibt es noch viel mehr an Traditionen und Brauchtum. Ich habe ein kleine Auswahl für Sie getroffen. Am besten erlebt man diese Traditionen bei einem Urlaub im Gailtal.

Quellennachweis: Foto Ostereier manun / photocase.com

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Stefanie @ Wasserwald — 24. Februar 2010

Specknudelessen 2010

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Alle Jahre wieder – kommt nicht nur das Christkind sondern auch der Fasching. Und nach jahrzehntealter Tradition findet am Faschingdienstag bei uns das Specknudelessen statt.

Diese Tradition hat unsere Großmutter begründet. Sie brachte das Rezept dafür aus dem Drautal mit – wo sie geboren wurde. Seit ihrer Zeit gibt es in der Kellerwand also am Faschingdienstag Specknudeln mit Sauerkraut. Genau gesagt handelt es sich dabei um Kärntnernudeln die mit faschiertem Speck gefüllt sind. Keine besonders leichte Angelegenheit also.

Meine Theorie ist allerdings, dass sie genau deshalb am Faschingsdienstag so beliebt sind. Alkohol braucht ja bekanntlich eine “Unterlage” :-) und am nächsten Tag beginnt ja noch dazu die Fastenzeit.

Besonders sympatisch an dieser Tradition finde ich, dass an diesem Tag alles anders ist – wie es sich für den Faschingsdienstag gehört. Wir räumen unsere Bar aus, um für die vielen Gäste Platz zu schaffen, wir haben Live-Musik (diesmal zwei entzückende, junge “Steirische”-Musikanten) im Lokal und die Stimmung ist einfach immer total ausgelassen. So muss das im Fasching in Kärnten sein.

Das Specknudelessen ist also wohl die erste Veranstaltung, die für das Jahr 2011 schon sicher ist :-)

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Nadine (Europa Wanderhotels) — 15. Februar 2010

Pilgern mit den Europa Wanderhotels

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Pilgern in SüdtirolEs scheint eine uralte Sehnsucht der Menschen zu sein, sich auf dem Weg nach neuen Perspektiven zu machen – die intensive Begegnung mit Menschen, Kulturen und mit der Natur zu suchen. Pilgern war schon immer eine Möglichkeit, solchen Sehnsüchten Ausdruck und Form zu geben.

Die Europa Wanderhotels begleiten Sie zu den schönsten Wallfahrtsorte und Kraftplätzen.

Die zehn Gebote des Pilgerns:
1. GEH – gehen (und nicht etwas Radfahren) ist die beste Art zu pilgern
2. GEH LANGSAM – setze dich keinem unnötigen Leistungsdruck aus. Streiche die Befehlsformel “Ich muss” aus deinem Vokabular
3. GEH LEICHT – reduziere dein Gepäck auf das Notwendigste. Beinahe alle Pilger bekennen am Ziel: Ich habe zu viel geschleppt.
4. GEH EINFACH – frei, offen, klar im Kopf, stukturiert und unbeschwert sein begünstigst spirituelle Erfahrungen.
5. GEH ALLEIN – gerade wegen der vielen sozialen Bindungen ist es manchmal gut, sich ganz auf sich selbst zu beschränken
6. GEH DANKBAR – alles hat seine Beduetung, einen tieferen Sinn. Schwierige Erfahrungen, die Ermüdung, die Einsicht, nicht mehr weiter zu können – nimm auch sie dankbar an.
7. GEH LANGE – Erkenntnisse brauchen Zeit, um reifen zu können. Es ist also klug, wochenlang unterwegs zu sein.
8. GEH ACHTSAM – Nimm Begegnungen und Beobachtungen auf dem Weg – und seien sie noch so unbedeutend – achtsam in dir auf.
9,. GEH WEITER – Schreite unbeirrt voran, deinem Ziel entgegen. Geh weiter, auch wenn du dir selbst sagst: Es hat doch keinen Sinn
10. GEH MIT GOTT – Versuche das Göttliche in dir weiterzuentdecken, durch Begegnungen mit dir selbst und anderen Pilgern.

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Isabell @ Guggenbergers Internet-Tagbuch — 14. Februar 2010

Einen wunderschönen Faschingssonntag & Valentinstag

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St. Valentin ist der Schutzpatron
der Liebenden, Verlobten
und der Bienenzüchter.

 Wir wünschen allen einen schönen Valentinstag und Faschingssonntag.

Vor langer, langer Zeit existierte eine Insel,
auf der alle Gefühle der Menschen lebten:
Die gute Laune, die Traurigkeit, das Wissen,….
und so wie alle anderen Gefühle, auch die Liebe.

Eines Tages wurde den Gefühlen mitgeteilt,
 dass die Insel sinken würde.
Also bereiteten alle ihre Schiffe vor und verließen die Insel.
Nur die Liebe wollte bis zum letzten Augenblick warten.
Bevor die Insel sank, bat die Liebe um Hilfe.

Der Reichtum fuhr auf einem luxuriösen Schiff an der Liebe vorbei.
Die Liebe fragte: „Reichtum, kannst du mich mitnehmen?“
„Nein, ich kann nicht. Auf meinem Schiff
habe ich viel Gold und Silber, da ist kein Platz für Dich.“

Also fragte die Liebe den Stolz,
der auf einem wunderbaren Schiff vorbeikam,
„Liebe, ich kann Dich nicht mitnehmen …,“ antwortete der Stolz,
 „hier ist alles perfekt. Du könntest mein Schiff beschädigen“.

Also fragte die Liebe die Traurigkeit, die an ihr vorbeitrieb,
diese Antwortete „Oh Liebe, ich bin so traurig,
 dass ich alleine bleiben muss.“

Auch die Gute Laune zog an ihr vorbei, aber sie war so zufrieden,
dass sie nicht hörte wie die Liebe rief.

Plötzlich sagte eine Stimmte: „Komm Liebe, ich nehme Dich mit.
Die Liebe war so dankbar und so glücklich,
dass sie vergaß, zu fragen wie sein Name sei.

Als sie an Land kamen, ging dieser fort.
Die Liebe bemerkte, dass sie ihm viel schuldete
und fragte das Wissen:
„Wissen, kannst du mit sagen, wer mir geholfen hat?“
„Es war die Zeit“, antwortete das Wissen.
„Die Zeit?“ fragte die Liebe, „warum hat die Zeit mit geholfen?“
Und das Wissen antwortete:
„Weil nur die Zeit versteht wie wichtig die Liebe im Leben ist.”

  

 

 

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Isabell @ Guggenbergers Internet-Tagbuch — 5. Dezember 2009

Die Krampusse kommen!

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Einen Tag vor dem Nikolaus kommt der Krampus zu besuch, bei uns in Kleinarl gehen diese fürchterlichen Gestallten von Haus zu Haus, auch zu uns kommen Sie jedes Jahr. 

Wer Krampusse nicht kennt, die kommen und besuchen die unartigen Menschen, sie sind nicht so nett wie der Nikolo und lassen als Geschenk keine Nüsse oder Mandarinen da, nein, meistens hauen sie die ungehorsamen Menschen mit ihrer Rute den Hintern. 

In teuflischem Rot kommt er heute Nacht daher, mit Hörnern, Zottelfell, Bocksfuß und Schweif.

Es heißt ja der Krampus besucht nur die unartigen Menschen, aber warum kommt er dann zu uns?

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Isabell @ Guggenbergers Internet-Tagbuch — 5. Oktober 2009

Erntedankefest in Kleinarl

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Jedes Jahr am 1. Sonntag im Oktober ist der Brauchtum in Kleinarl und in vielen anderen Orten das man Erntedank feiert. Dieses Jahr war es ein wenig anders als sonst, da die Einweihung des neuen Gemeindegebäudes war.Um 8.30 Uhr hat alles Angefangen, als erstes ging es durch den Ort mit allen Vereinen, musikalisch begleitet wurde das ganze von der Trachtenmusikkapelle Kleinarl. Nach dem Rundgang durch Kleinarl ging es in die Kirche zum Gottesdienst und Speißeweihung. Danach war die Eröffnung des neuen Gemeindegebäudes und der Weihung vom Herrn Pfarrer. Anschließend ging’s in unser Restaurant wo die Trachtenmusikkapelle ein Konzert gab. Natürlich gab es für unsere Gäste auch eine Stärkung, die Entscheidung war nicht leicht zwischen einen saftigen Schweinsbraten oder einen schmackhaften Cordoun Bleu. Lange saßen die Leute zusammen bis 23.30 Uhr da hatte unser Team einiges zutun.

Für was steht Erntedanke und das Erntedankfest eigentlich?
Mit dem Erntedankfest soll an die Arbeit in Landwirtschaft und Gärten erinnert werden und daran, dass es nicht allein in der Hand des Menschen liegt, über ausreichend Nahrung zu verfügen. Deswegen wird gedankt.

 





Dankeschön!
In Herbst, då möcht i für Di
d’ Weintraubn brockn.
In Winter derfst Du
auf der Ofnbånk hockn.
Åm Vurmittåg solln für Di
d’ Vögln schön singan.
Z’ Mittag, då låss i für Di
d’ Glockn hell klingan.
Åm Nåchmittåg solln für Di
d’ Kinder froh låchn.
I schenk dar in Åbend
zan Dummheitn måchen
I schenk dar in Tåg
und die Nåcht voller Ruah.
I schenk dar die Welt
und mein Dånkschön dazua.

 

Danke ist so einfach zu sagen und hat so eine große Bedeutung,
aber man hört es manchmal viel zu selten.

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