Nadine (Europa Wanderhotels) — 4. Februar 2010

Im Reich der Steine

Thema: Wanderwissen | Stichworte: , , ,
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Können Sie Gesteine bestimmen? Outdoor hilft Ihnen beim Erkennen der Markantesten Typen:

Er diente zur Herstellung der ersten Werkzeuge, ist Zeuge längst vergangener Kulturen, prägt das Bild der prachtvollsten Bauten und Städte und gibt großartigen Naturpanoramen ihre Gstalt: Stein hat viele Gesichter – und viele Namen. Nicht umsonst widmet sich eine ganze Wissenschaft, die Petrografie, seiner Untersuchung. Die bei uns häufigstn Gesteinsarten kann aber auch der Laie anhand ihrer Texture, Struktur und Färbung zuordnen. Man unterscheidet Gesteine nach ihrer Bildungsart in drei Klassen: Magmatite entstehen durch Erkalten von Magma. Verändernt sich die Mineralzusammensetzung eines Gesteins durch Druck oder Temperatur, bilde sich ein Metamorphit. Ein Sedimentit wird meist aus Ablagerungen älterer Gesteinsreste an der Erdoberfläche geformt. Typische Vertreter der drei Klassen? Sieher hier:

GneisGNEIS (Metmorphit)
Die körnig wirkenden Gneise können recht unterschiedlich aussehen und werden nach Struktur und Ausgangsgestein unterteilt.
Merkmale:
Mittel- bis grobkörnig, oft dunkel gebänderte Struktur. Grundfärbung: meist Grau-, Rot-, Braun-, Grüntöne. Unterscheidbar von Granit durch die lagige Schichtung des Materials.
Vorkommen:
Weltweit. Weit verbreitet in den USA, in Skandinavien und den Zentralalpen. In Deutschland u. a. in Erz. und Fichtelgebirge, im Bayrischem Wald, Böhmer- und Schwarzwald.
Wissenswertes:
Das kandadische Northwest Territory beherbergt einen geologischen Superlativ: der dortige Acasta-Gneis ist rund vier Milliarden Jahre alt – das älteste bekannte Gestein der Welt.

GranitGRANIT (Magmatit)
Merksatz zur Mineralzusammensetzung des Granits: “Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess´ich nimmer”.
Merkmale:
Variable Färbung und recht grobe Körnung wie bei den Geneisen. Durch die gleichmäßige Verteilung der Minerale ist die Struktur homogen, der Stein wirkt dadurch wie aus einem Guss.
Vorkommen:
Kommt auf allen Kontinenten häufig vor. Im deutschsprachigen Raum zB in Zentral- und Westalpen, Fichtelgebirge, Oberpfälzer und Bayrischer Wald, Schwarz- und Odenwald.
Wissenswertes:
Granite sind wetterfest, polierbar und verfügen über große Härte und Widerstandskraft. Daher gehören sie zu den beliebtesten Natursteinen im Straßenbau, Innenausbau und Gartenbau.

SchieferSCHIEFER (Metamorphit)
Umgangssprachlich ist bei Schiefer meist der Tonschiefer gemeint. Bis in die 1970er Jarhe lernte man darauf noch schreiben.
Merkmale:
Sehr kompakte Sturktur, markant ist die nahezu parallele Schichtung des gut spaltbaren Gesteins. Die Farbe variiert von dunkelgrau oder schwarz bis bräumlich, grünlich oder rötlich.
Vorkommen:
Europa: Große Vorkommen in Spanien, Großbritannien, Frankreich, Tschechische Republik. Deutschland: Eifel, Frankenwald, Harz, Hunsrück und Thüringisches Schiefergebirge.
Wissenswertes:
Schiefer wird bevorzugt als Material zum Abdecken von Dächern und Häuserfassaden genutzt. Als Tafel und Grifel war er vom Mittelalter bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Gebrauch.

KalksteinKALKSTEIN (Sedimentit)
Als Kalkstein bezeichnet man eine Gruppe von Steinen, die sich überwiegend aus Calcit und Aragonti zusammensetzen.
Merkmale:
Hellgrau bis gelbgrau, durch Mineralbeimengung auch rötlich bis dunkelgraub und schwarz. Die Struktur variiert stark, je anch Entsteheung des Kalkgsteins (zB Fossilkalk)
Vorkommen:
Kalksteine sind auf der ganzen Welt stark verbreitet und meist ozeanischen Ursprungs. Großes Vorkommen in Mittel- und Süddeutschland sowie den nördlichen und den südlichen Alpen.
Wissenswertes:
Ist meist biogenen Ursprungs: Überreste von Mikroorganismen, Korallen, Muschen o.Ä. bilden am Meeresboden Kalkschlämme, die sich durch so genannte Diagnese zu Stein verfestigen.

BasaltBASALT (Magmatit)
“Basalt” leitet sich von griechisch für “Prüfstein” ab: Mit Basalt wurde früher dr Reinheitsgehalt von Edelmetall ermittelt.
Merkmale:
Dunkelgrau bis schwarz, zT auch rötlich-bräumlich. Feinkörnige, dichte Grundmasse; vereinzelt größere Einsprenglinge, Charakteristisch ist die meist sechseckige Säulenform.
Vorkommen:
U.a. Indien, Sibirien, USA, Island, Schottland. In Deutschland: Erzgebirge, Rhön, Vulkaneifel, Siebengebirge, Vogelsberg (größtes zusammenhängendes Massiv in Mitteleuropa).
Wissenswertes:
“Basalt” entsteht bei der Erklatung von an die Oberfläche tretendem Magma. Bei nicht eruptivem Magma verzögert sich die Abkühlung, durch Kontraktion entstehen dann die markanten Säulen.

Quelle: Outdoor-Magazin

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