Stefanie @ Wasserwald — 14. April 2010

Alpen-Adria-Küche oder wie die Oliven ins Gailtal kommen

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Ich glaube, darauf können wir uns ja – von einigen Ausnahmen abgesehen – mittlerweile einigen. Wenn man die Wahl hat, sollte man heimische Lebensmittel vorziehen. Aber wie definiert man diesen Begriff denn nun eigentlich genau, was genau sind den “heimische Lebensmittel”? Ist das wirklich von politischen Grenzen abhängig?

Meine Eltern haben – aus der Geschichte unserer Region heraus – schon vor geraumer Zeit für sich entschieden, dass eben diese Region nicht an der Grenze zu Italien endet. Das Gebiet der Carnia – zu dem auch Kötschach-Mauthen gehört – ist seit Jahrhunderten ein grenzüberschreitender Kulturraum. Wir waren früher sogar Teil des Patriarchats Aquileia, also mehr nach Süden als nach Norden orientiert.

Zu Zeiten der Römer, als die mit dem Ausbau eines Fernwegenetzes begannen, führte einer dieser Wege auch von Aquileia – mehr oder weniger über den Plöckenpass – nach Aguntum in der Nähe von Lienz. Seit Jahrhunderten wandern Menschen – und Waren natürlich – vom italienischen in den Oberkärntner Raum und darüber hinaus. Über diese und ähnliche Wege wurden Waren von der Adria bis an die Nordsee transportiert.

Außerdem sind wir mit dem Auto schneller in Udine als in Klagenfurt. :-)

Was ich damit sagen will, ist folgendes – die eigene Region hört nicht an der Staatsgrenze auf, heimische Lebensmittel sind nicht nur Lebensmittel, die aus Österreich kommen. Regionale Nahrungsmittel können – wie in unserem Fall – auch aus dem angrenzenden “Ausland” kommen, wenn zB die Transportwege aus Italien kürzer oder unkomplizierter sind als aus Österreich.

Warum mir das so wichtig ist? Weil es mich nervt, dass ich jeden Monat mindestens einmal gefragt werde, wie zB Oliven zu den “Karnischen Kostproben” passen, da sie ja nicht im Gailtal wachsen würden.

Sie passen deshalb dazu, weil zur Carnia nicht nur das Gailtal gehört, sonders sie eine grenzüberschreitende Region ist, in der der Austausch von unterschiedlichsten Produkten immer schon eine große Rolle gespielt hat. Darum nehmen wir uns auch die Freiheit unseren italienischen Wurzeln und Inspirationen Ausdruck zu verleihen. In der Region Carnia vereinen sich Kärnten und Italien (mit der Handelsstadt Venedig) seit Jahrhunderten und wir “destillieren” daraus unsere Alpen-Adria-Küche.

(Übrigens: Der Nachname eines unserer Vorfahren war Caulerio. Er handelte mit Koniferenöl, und kam vom Gardasee nach Mauthen – damals wohl aufgrund des Holzbestandes – und ist geblieben. Wir haben also auch tatsächlich italienische Vorfahren :-) )

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Stefanie @ Wasserwald — 24. Februar 2010

Specknudelessen 2010

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Alle Jahre wieder – kommt nicht nur das Christkind sondern auch der Fasching. Und nach jahrzehntealter Tradition findet am Faschingdienstag bei uns das Specknudelessen statt.

Diese Tradition hat unsere Großmutter begründet. Sie brachte das Rezept dafür aus dem Drautal mit – wo sie geboren wurde. Seit ihrer Zeit gibt es in der Kellerwand also am Faschingdienstag Specknudeln mit Sauerkraut. Genau gesagt handelt es sich dabei um Kärntnernudeln die mit faschiertem Speck gefüllt sind. Keine besonders leichte Angelegenheit also.

Meine Theorie ist allerdings, dass sie genau deshalb am Faschingsdienstag so beliebt sind. Alkohol braucht ja bekanntlich eine “Unterlage” :-) und am nächsten Tag beginnt ja noch dazu die Fastenzeit.

Besonders sympatisch an dieser Tradition finde ich, dass an diesem Tag alles anders ist – wie es sich für den Faschingsdienstag gehört. Wir räumen unsere Bar aus, um für die vielen Gäste Platz zu schaffen, wir haben Live-Musik (diesmal zwei entzückende, junge “Steirische”-Musikanten) im Lokal und die Stimmung ist einfach immer total ausgelassen. So muss das im Fasching in Kärnten sein.

Das Specknudelessen ist also wohl die erste Veranstaltung, die für das Jahr 2011 schon sicher ist :-)

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Stefanie @ Wasserwald — 2. Juni 2009

5 Elemente Küche – Ehrlichkeit vs. Trend

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Vor ein paar Tagen habe ich eine e-mail bekommen, in der eine 5-Elemente-Ernährungsberaterin über das Bemühen eines Welness-Hotels berichtet, die Traditionelle Chinesische Medizin in sein Angebot aufzunehmen. Grundsätzlich aus meiner Sicht natürlich eine super Sache und die Geschäftsführerin des besagten Hotels hat absolut recht, wenn sie sinngemäß sagt, dass die 5 Elemente Küche eine ausgezeichnete Ergänzung zur Verwendung von Bioprodukten darstellt.

Was mich allerdings stört, sind zwei andere Aussagen aus dieser e-mail. Ich zitiere: “Am 19. und 20. Mai nahmen neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Küche, Restaurant, Rezeption und Welnessabteilung an einer KURZSCHULUNG teil, die an den zwei Nachmittagen mit der Gesamtdauer von 6 Stunden abgehalten wurde. Neben den Vorbereitungsarbeiten für den Start in die Sommersaison wurden die Teilnehmer über die 5 Elemente Ernährung unterrichtet.”

Und weiter unten wird dann der Küchenchef zitiert: “Für unser Küchenteam ist die Umsetzung zur Ernährung nach den 5 Elementen verhältnismäßig leicht von statten gegangen, da viele unsere Arbeitsprozesse von Grund auf bereits in diese Richtung gingen.”

Das Problem ist in meinen Augen nur, dass die Ernährung nach den 5 Elementen nicht in 2 Nachmittagen zu erklären, geschweige denn zu begreifen ist. Ich beschäftige mich jetzt seit 2 Jahren sehr intensiv damit, und ich würde von mir immer noch nicht sagen, dass ich sie zur Gänze begreife.  Natürlich war die 5 Elemente Küche in China in den Alltag eingebettet, und sie ist auch für den täglichen Gebrauch gedacht. Dennoch unterscheidet sich die chinesische Weltanschauung so grundlegend von der unseren, dass eine Übertragung weder einfach noch schnell machbar ist.

Als jemand, der nun sich nun seit 2 Jahren mit der Traditionellen Chinesischen Medizin und ihrer Diätetik beschäftigt und bis zu einem gewissen Grad auch damit “ringt”, stört mich diese Vereinfachung, wie sie aus der zitierten e-mail spricht schon sehr. Mir erscheint darin, mein persönliches Steckenpferd – die 5 Elemente Küche, als weiteres Opfer, der oberflächlichen Gewinnmaximierungs-Maschinerie. Es geht anscheinend nicht um die Beschäftigung mit den Inhalten und deren Auswirkungen auf das eigene Leben, sondern es reicht sich das Label aufzukleben.

Natürlich ist es gut, wenn sich viele Menschen mit diesem Thema und mit der Möglichkeit des Einsatzes auch in der Hotellerie und Gastronomie beschäftigen. Ich wage aber zu bezweifeln, dass es auch dem Gast oder dem potentiellen Gast als 1. Schritt kommuniziert wird. Ich befürchte halt, es wird in vielen Fällen bei dieser oberflächlichen Betrachtungsweise bleiben.

5 Elemente Küche und Traditionelle Chinesische Medizin hat nicht nur mit Kochen zu tun – sondern im großem Ausmaß auch mit Lebensphilosophie, mit unbeantworteten Fragen, mit dem Hinterfragen der eigenen Einstellung und mit ständigem Wandel. Das ist oft schwierig und meistens unbequem – auf keinen Fall ist es mit schnellen, einfachen Lösungen vereinbar. Und wer nicht merkt, welch große Umstellung die 5 Elemente Küche bedeutet, der hat’s nicht verstanden.

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Stefanie @ Wasserwald — 28. Mai 2009

Gartenimpressionen

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ich glaube, man kann sagen – die arbeit von mum und vater hat sich gelohnt.

war ja ziemlich viel zerstört nach dem vielen schnee, aber ich denke – es wird wieder. kommt halt immer wieder sonnenschein, auch nach dem regen :-)

mehr gartenfotos gibt’s auf unserer flickr-seite!


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