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Marianne @ Wasserwald — 5. August 2010

Der richtige Zeitpunkt der Kräuter-Ernte

Heute gibts es wieder einmal einen sehr interessanten Beitrag aus der Gartenküche meiner Mutter. Haben Sie sich nicht auch schon einmal gefragt wann der beste Zeitpunkt der Kräuterernte ist. Ist es vor der Blüte, nachher oder während der Blüte am Besten? Wenn man es einrichten kann, sollte man folgende Hinweise beachten.

ERNTE VOR DER BLÜTE
Melisse soll vor der Blüte gesammelt werden dann schmeckt sie frisch zitronig. Eine handbreit über den Boden abschneiden, Melisse und Minze kann 2-3 mal pro Jahr geschnitten werden. Auch Majoran sollte nach Möglichkeit vor der Blüte geerntet werden.

MIT EINSETZEN DER BLÜTE
Lippenblütler wie Bohnenkraut, Thymian und Salbei haben sich in diesem Stadium die meisten ätherischen Öle. Auch bei Brennessel und Spitzwegerich beginnt mit dem Einsetzen der Blüte der höchste Wirkstoffanteil.

WÄHREND DER VOLLBLÜTE
Basilikum, Dost, Oregano und Wermuth haben den größten Wirkstoffanteil mit Einsetzen der Vollblüte. Es versteht sich von selbst, dass Arnika, Kamille, Königskerze, Kornblume, Malve, Ringelblume, Lavendel, Schafgarbe und Sonnenblume bei voller Blüte gesammelt werden.

WURZELN
Wurzeln wie Löwenzahn, Baldrian, Süßholz, Tormentill, Bibernell werden im Oktober, wenn die Pflanze alle Wirkstoffe in der Wurzel sammelt, gegraben.

Auch die Tageszeit der Ernte hat einen Einfuß auf die Inhaltsstoffe.

Doldenblüter wie Fenchel, Dell, Kümmel und Anis – Mittags zwischen 13:00 und 14:00 Uhr schneiden, dann sind die meisten ätherischen Öle enthalten.

Beerentragende, heilende Früchte wie Holunder, Schlehe, Sanddorn zwischen 15:00 und 16.00 Uhr pflücken.

Früchte, Samen und Pflanzen die Bitterstoffe und Flavonoide enthalten, wie Mariendistel, Wermuth und Weinraute werden am frühen Nachmittag zwischen 15:00 und 16:00 Uhr geerntet.

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Marianne @ Wasserwald — 2. August 2010

Marillen-Topfenauflauf

Endlich ist es so weit! Die Marillen sind reif! So ein Baum voll mit reifen, orangen oder manchmal leicht ins rötliche gehenden Marillen ist doch herrlich! Und so eine Marille, die man direkt vom Baum pflückt und die noch warm von der Sonne ist – MMMH!

Da gibt es dann natürlich auch in der Küche viele köstliche Marillengerichte. Zeit für Marillenknödel, frische Marillenmarmelade oder einen köstlichen Auflauf mit Marillen. Hier man Rezepttipp des Tages!

ZUTATEN:
(Zubereitung ca. 1 Stunde, zum Ruhen 1 weitere Stunde)

4 Eier
500 g Topfen
50 g Honig
1 Prise Salz
1 Packung Vanillezucker
Schale von 1 Bio-Zitrone
1 EL Stärke Mehl
50 g Kristallzucker
30 g glattes Mehl
500 g Marillen

ZUBEREITUNG:

Eier in Dotter und Klar trennen. Topfen mit Dotter, Honig, Salz, Vanillezucker und abgeriebene Zitronenschale gut verrühren. Stärke und Mehl einrühren. Masse circa 1 Stunde im Kühlschrank rühren lassen. Backrohr auf 180° vorheizen. Eine Auflaufform (ca. 20 x 25 cm, 2 l Inhalt) mit Butter ausstreichen und mit Mehl ausstreuen. Marillen waschen, trockentupfen, halbieren und entkernen. Eiklar mit Kristallzucker zu cremigem Schnee schlagen und unter die Masse heben. Masse in die Form füllen, glatt streichen und mit den Marillenhälften (Schnittfläche nach oben) dicht belegen. Den Auflauf im Rohr ca. 40 Minuten (mittlere Schiene) backen. Warm oder lauwarm servieren.

Gutes Gelingen!

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Marianne @ Wasserwald — 13. Juli 2010

Alkoholfreie Pfirsichbowle mit Rosenblättern

Das wird heute wieder ein heißer Sommertag. Sogar in meinem Büro – das normalerweise eher kühl ist – wird es nachmittags richtig heiß. Bei Temperaturen über 30 Grad ist es schon schwer zu denken. Meine Gedanken kreisen da schon mehr um erfrischende Getränke. So kommt es, dass ich Ihnen heute einen wunderbaren Sommer-Aperitif vorstelle. Pfirsichbowle mit Rosenblättern - ein Rezept aus der Garten-Küche meiner Mutter.

Zutaten für 12 Gläser:
5 ungespritze Duft – oder Apfelrosen
2 Eßlöffel Rosenwasser
1 Liter kräftiger, kalter Melissentee oder Himbeerblättertee *)
4 Eßlöffel Honig
1 Liter Apfelsaft
1 Liter Mineralwasser
1 Bio-Zitrone
4 Pfirsiche

*) Die Bowle schmeckt mit beiden Teevarianten köstlich. Meine Mutter empfiehlt Ihnen besonders den Himbeerblättertee. Er harmoniert mit den Rosenblüten besonders gut.

Den Tee aus Melissen- oder Himbeerblätter am Vortag zubereiten, mit Honig süßen. Die Blütenblätter von den Rosen zupfen, mit dem Tee und etwas Mineralwasser ansetzen, 5 Stunden ziehen lassen, dann abseihen Pfirsiche pürieren, Zitronensaft beigeben. Kurz vor dem Servieren alle Flüssigkeiten mischen, mit Mineralwasser aufgießen, mit einem frischen Rosenblatt servieren.

Sie können die Pfirisch-Bowle statt mit Mineralwasser auch mit einer Flasche Prosecco zugereiten.

Ich wünsche gutes Gelingen & wunderschöne Sommertage im Garten!

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Marianne @ Wasserwald — 22. Juni 2010

Salbeiblätter im Backteig aus der Gartenküche

Schön wenn die Sonne scheint und wenn man Zeit hat die Natur zu genießen. Noch schöner, wenn man inmitten dieser herrlichen Natur kocht, bekocht wird und etwas übers Kochen mit Kräutern lernt.

Vor unserem Haus ist unser kleiner, feiner Kräutergarten. Daneben steht ein wunderschöner Kirschbaum und spendet wunderbaren Schatten. Zu Füssen liegt einem der kleine Ort St. Daniel mit der romantischen Kirche und dahinter blickt man auf die mächtig grünen Gipfel der Karnischen Alpen. Inmitten dieser Naturidylle wird heute gekocht. Inge Daberer hat zur Gartenküche geladen.

Inge Daberer inmitten interessierte Gäste

Die Gartenküche ist etwas ganz besonderes. Kochen mit frischen Kräutern und viel Gemüse. Eine leichte und einfache Küche, reich an natürlichen Aromen – ideal zum Nachmachen für zuhause. Und es ist sehr kommunikativ. Neben dem Kochen wird geplaudert – über die Verwendung der Kräuter, über Zubereitungsvarianten und über kleinere und größere Küchengeheimnisse.

Köstliche Erdbeer-Melissen-Bowle

Heute gibt es: Eine Erdbeer-Melissen-Bowle als alkoholfreien Aperitif, Salbeiblätter im Bier-Backteig als Appetitanreger und anschließend eine Terrine von Grillgemüse auf jungen Salaten mit Gailtaler Speck und Kräuteröl, …. MMMMMMMMMMMMHHHHHHHHH! Das duftet!

Das frische Gemüse für die Terrine von Grillgemüse

Die Gartenküche muss man einfach einmal selbst erlebt haben. Damit Sie zuhause aber nicht allzu traurig sind weil Sie heute nicht dabei sein konnten, verwöhne ich Sie mit einem herrlichen Rezept aus dem Gartenküche-Repertoir meiner Mutter.

SALBEIBLÄTTER IM BIERTEIG GEBACKEN:

Zutaten für den Backteig :200g Weizenmehl glatt
¼ l Bier hell
2 Eidotter
2 Eiklar
40 g Butter zerlassen
Prise Salz und Prise Zucker

Weitere Zutaten:
Salbeiblätter frisch gepflückt
Butterschmalz oder Öl zum Ausbacken

Mehl, Bier, und Eidotter zu einem glatten Teig verrühren. Butter, Salz und Zucker einmengen.
Eiklar zu Schnee schlagen (eher cremig nicht zu steif ) unter den Teig heben. Salbeiblätter durch den Teig ziehen, in Butterschmalz ausbacken, auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die Salbeiblätter im Backteig sind eine ideale kleine Vorspeise für Ihre Sommereinladung.

Nächste Woche am Dienstag ist es wieder so weit und die Daberer-Gartenküche geht in die nächste Runde. Wir freuen uns auf viele interessierte Teilnehmer. (Psst! Soweit ich weiß gibt es noch ein letztes freies Zimmer – greifen Sie schnell zu!)

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Marianne @ Wasserwald — 9. April 2010

Selbstgebackene Mohnstangerl

Thema: Hotelblogs, Rezepttipps der Wanderhoteliers | Stichworte: , , , ,
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In unserem aktuellen Newsletter stellen wir diesmal ein Frühlings-Rezept vor – ein aufgeschlagenes Wildkräutersüppchen. Passt zum Frühlingsbeginn und macht Lust auf Sonne, frische Luft und gute Laune. (Wer unseren Newsletter nicht gekommt und das Rezept trotzdem gerne hätte, bitte einfach ein E-Mail schicken. Ich lassen Ihnen das Rezept gerne zukommen.)

Wenn Sie das Süppchen noch ein bißchen verfeinern wollen, empfehlen wir unsere Mohnstangerl als knusprige Zugabe. Geht einfach und ist auch mal als Knabberei für einen gemütlichen Abend super.

Zutaten:
* 100 g Weizen oder Dinkel, fein gemahlen
* 8 g Germ
* 1 Messerspitze Honig
* 2,5 g Salz
* 60 g kaltes Wasser
* 10 g Butter

Zubereitung:
Germ mit Honig und etwas Wasser auflösen, mit den übrigen Zutaten außer der Butter zu einem geschmeidigen Teig kneten, kurz rasten lassen. Die kalte Butter mit einem großen Reibeisen aufreiben, rasch unterkneten und ca. 15 Minuten gehen lassen. Den Teig ca. 1 cm dick ausrollen, mit Wasser bestreichen, mit dem Teigrad in 1 cm breite Streifen schneiden, mit Mohn bestreuen und die Stangerln 2-3 mal wie eine Spirale drehen. Bei 200° C ca. 15 Minuten backen.

Die fertigen Mohnstangerln zur aufgeschlagenen Wildkräutersuppe servieren oder als Knapperei reichen. Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen und guten Appetit.

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Marianne @ Wasserwald — 31. März 2010

Kärntner Reindling – ein süßer Rezepttipp

Heute verrate ich Ihnen ein super Rezept! Der Reindling ist in Kärnten ein klassisches Ostergericht – er wird zur Osterjause gemeinsam mit Kochschinken, Rindszunge, Kren, Ostereiern, … serviert. Er wird aber auch unterm Jahr gerne zum Kaffee gegessen – ein köstlicher Kuchen für die ganze Familie! MmmmH! Einfach mal ausprobieren, ist gar nicht so schwer :-) !

Sie brauchen folgende Zutaten:
500 g Bio-Dinkelmehl oder Bio-Weizenmehl (je nach Vorliebe)
75 g Honig oder Rohrzucker
75 g weiche Butter
40 g Germ (Hefe)
¼ l Milch
1 Ei
1 Dotter
3 g Salz
Vanille, etwas Zitronenschale
Für die Fülling: Rohzucker, Rosinen, Zimt und nach belieben etwas Rum

Zubereitung: Mit etwas Milch, Germ, 1 Messerspitze Honig (bzw. Rohrzucker) und etwas Mehl ein Dampfl bereiten (wie ein kleiner, weicher Vorteig) und gehen lassen. Die Milch leicht erwärmen (lauwarm), Butter und restliche Zutaten einrühren, unter das Mehl mischen, gut abschlagen und warm stellen. Mit einem Tuch abdecken und bis zum doppelten Volumen gehen lassen.

Den Teig ca. 2 cm dick ausrollen, mit Honig oder Rohzucker gleichmäßig bestreuen , Rosinen aufstreuen und fein Zimt über die ganze Fläche verteilen. Nach belieben kann man noch etwas Rum darüber träufeln. Den Teig anschließend wie einen Strudel aufrollen und in eine gebutterte und gezuckerte Reindlingform oder Springform (Durchmesser ca. 20 cm) geben und nachmal an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen lassen.

Das Backrohr auf 180 Grad C vorheizen und den Reindling ca. 1 Stunde backen. Nach kurzem Rasten können Sie den Reindling stürzen. Zum Schluss können Sie ihn eventuell dünn mit gemahlenem Rohrohrzucker oder Staubzucker bestreuen.

Gutes Gelingen & guten Appetit!

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Marianne @ Wasserwald — 29. März 2010

Frischer Röhrlsalat – gegen Frühjahrsmüdigkeit

Heute wird es wohl noch regnen – aber bevor es so weit ist, will ich noch schnell in den Garten & meinen ersten frischen Salat der heurigen Saison ernten. Ich will heute Röhrlsalat stechen. Röhrlsalat sind die jungen Blätter des Löwenzahn. Man findet Sie jetzt fast auf jeder Wiese. Die Stiele sollten am besten noch weiß sein. Je kleiner und zarter die Blätter sind – umso besser. Es dauert also gar nicht lange und schon habe ich einen Topf voll mit der frischen Köstlichkeit. Auf geht’s nach drinnen und ab ans Kochen!

Frisch geerntete Löwenzahnblätter

Jetzt kommt der Teil den ich am wenigsten mag. Der Salat will gewaschen werden. Also los … In der Zwischenzeit einige festkochende Erdäpfel waschen und kochen. Das Wasser am Herd sprüdelt und ich wasche immer noch – uff, das dauert! Nachdem man endlich fertig ist, wässert man den Salat einige Zeit in lauwarmem Wasser damit er etwas seiner Bitterkeit verliert (ähnliche wie beim Endiviesalat).

Endlich ist der Salat fertig gewaschen

Würfeln Sie etwas Bauchspeck und lassen Sie ihn in einer Pfanne ohne Fettzugabe aus. Aus Öl (ich verwende gerne Kürbiskernöl – es geht aber auch Sonnenblumenöl oder Olivenöl), Apfelessig, Senf, Salz, Pfeffer und gewürfelten Scharlotten (ersatzweise Zwiebel) eine Mariande herstellen.

In der Zwischenzeit sind die Erdäpfel auch gekocht – schälen und in Scheiben schneiden. (Die Erdäpfel sollten noch lauwarm sein.) Die Marinade und die Speckwürfel dazugeben. Den gewaschenen, getrockneten “Röhrlsalat” untermengen. Nochmals abschmecken, auf Tellern anrichten und mit hart gekochten Eiern dekorieren. Lassen Sie sich den köstlichen Salat schmecken.

MMMH!

Zum Abschluss noch ein Wenig Wissenswertes rund um den Röhrlsalat. Frische Löwenzahnblätter enthalten Carotinioide, Kalium, Phosphor und Eisen. Sie wirken Frühjahrsmüdigkeit entgegen. Der Hauptwirkstoff der Pflanze sind die Sesquiterpen-Bitterstoffe, die eine galletreibende Wirkung haben – im Frühling sind besonders viele Bitterstoffe enthalten. Die Bitterstoffe wirken sich positiv auf den Verdauungsapparat aus. Alle Ausscheidungsdrüsen wie Leber, Galle, Milz, Bauchspeicheldrüse und Nieren werden angeregt.

In Kärnten wird Röhrlsalat gerne im Frühling als leichter Salat gegessen.

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