Marianne @ Wasserwald — 4. August 2010

St. Danieler G’schäft – ein kleines Juwel

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Was suchen die Menschen die hierher kommen? Sie sind auf der Suche nach regionalen Spezialitäten, nach Menschen die wissen wo diese Spezialitäten herkommen und die Ihnen davon erzählen können. Natürlich ist es am spannensten wenn man direkt beim Produzenten ab Hof einkaufen kann. Nur zu jedem extra hinfahren? Meist ist dann auch noch niemand zuhause – denn man weiß ja Bauern haben viele Felder, Wälder und Wiesen und sind meist im Aussendienst unterwegs. ;-) Es gibt Abhilfe – ich empfehle Ihnen einen Einkauf in kleinen G’schäft in St. Daniel.

Hier ein kurzer kulinarischer Streifzug! Es gibt Hofkäse, Bergkäse und “Camemberg” vom Zankl-Hof am Stollwitz, Gailtaler Almkäse und Almschotten von der Bischofalm, Gailtaler Speck, Rohwürste, Verhackerte aus Stranig, frisches Gemüse von der Würmlacher Gemüsefarm, köstliches Bauernbrot, Nudel vom Lenzhof über Grafendorf, Spirituosen aus der St. Danieler Edelbrennerei, geräucherte Forellen vom Zankl aus Weidenburg, Gailtaler Bienenhonig, handgeschöpfte Schokolade aus Sillian, regionale Naturkosmetik von der Kräuterexpertin Traudi Kanzian, … Klingt doch verlockend! Was meinen Sie? Neben diesen regionalen Spezialitäten gibt es noch -Vieles mehr. Viele Dinge des täglichen Bedarfs, viele Bio-Lebensmittel und kleine Geschenke für die Lieben zuhause. Gerhild Schmid berät Sie hier sehr kompetent und freundlich.

Ich gehe meist Freitags einkaufen. Aus zwei Gründen – erstens hab ich da meist frei und daher Zeit und zweiten gibt es am Freitag immer ganz frische Kasnudl und Bauernbrot. Kommen Sie aber nicht zu spät. Denn wie man ja weiß sind gute Dinge bekanntlich rar und meist schon im Laufe des Vormittags weg. Auch auf dem Nachhause-Weg lohnt sich der Stopp beim St. Danieler G’schäft. Sowohl Brot als auch Kasnudl kann man wunderbar einfrieren – also warum nicht auch mal ein bißchen mehr kaufen und die heimatlichen Vorratsschränke mit Gailtaler Köstlichkeiten auffüllen.

Eine gute Gelegenheit dem St. Danieler Bauernladen einen Besuch abzustatten ist der kommende Samstag – 7. August 2010. Denn in diesem findet das jährliche St. Danieler G’schäft-Fest statt. Es gibt Musik, Kasnudel, gebratene Forellen und jede Menge gute Laune. Plaudern Sie mit den Dorfbewohnern, mit Gerhild oder mit einem der Lieferanten. Das Fest startet um 10:30. Ich empfehle nicht zu spät zu kommen und dann direkt vor dem G’schäft in der Sonne oder unter einem Sonnenschirm ein gemütliches Mittagessen in netter Gesellschaft zu genießen. In diesem Zug können Sie dann auch gleich einen Bummel durchs G’schäft machen und die eine oder andere Köstlichkeit entdecken.

ÖFFNUNGSZEITEN: Das St. Danieler G’schäft hat Montag bis Freitag von 8:00 bis 12:00 und von 15:30 bis 18:30 geöffnet. Am Samstag vormittags von 8:00 bis 12:00.

Das G’schäft ist auch im Genuss-Guide vertreten. Hier der Link.

Auch die Kleine Zeitung hat vor einiger Zeit zur Verleihung der “Genusspartnerschaft Handel”. Hier gibt es den Artikel.

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Stefanie @ Wasserwald — 28. Juli 2010

Das Plöckenhaus – ein weiterer Sommerklassiker

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Wie das bei den Sommerklassikern halt so ist, hat nämlich auch der Gasthof Plöckenhaus NUR im Sommer geöffnet – is ja klar, oder?

Wie der Name schon sagt, liegt es an der Plöckenstraße – auf dem Weg von Kötschach-Mauthen nach Italien. Außerdem nehmen einige Wandertouren ins Plöckengebiet von dort ihren Ausgang. Das bedeutet, das Plöckenhaus bietet sich für die Einkehr nach der Wanderung wunderbar an.

Aber man muss nicht unbedingt wandern gehen, um dort einkehren zu können. Mit dem Auto ist man von Mauthen aus in wenigen Minuten vor Ort. Dennoch ist es immer um einiges kühler als im Tal, was an heißen Sommertagen ja auch immer sehr gelegen kommt. Die Küche ist ganztägig geöffnet (dafür machen sie am Abend zu). Die Karte ist einfach und regional gehalten – mein Favorit “Gemüseschnitzel”, die liebe ich einfach. Weiß zwar nicht, wieviele Menschen diese Leidenschaft teilen, aber für mich sind die fast ein Muss. Außer es ist mir wirklich zu heiß, dann konzentriere ich mich auf eine sehr gute “Brettl-Jause”. Auch die Weinauswahl ist ansprechend, nichts kompliziertes – aber gute einfache Trinkweine. Was man halt so braucht zum Mittagessen oder an einem heißen Sommernachmittag.

Nicht zu vergessen natürlich der wunderbare Ausblick in die beeindruckende, umgebende Bergwelt des Plöckengebiets und auf zwei Stauseen eines lokalen Stromerzeugers. Nein, keine Sorge, das schaut nicht total verbaut aus – im Gegenteil ich finde sie total idyllisch, tun dem Ambiente echt gut. Wasser und Berge – perfekt, oder?

Ein Klassiker auf dem Plöckenhaus sind jedes Jahr auch die “Wildwochen” im Herbst. Die finden dann natürlich eher drinnen statt – in den gemütlichen, alten Räumen. Auch die sind ein Fixpunkt im kulinarischen Jahreskreis in Mauthen :-)

Falls noch jemand auf Qype ist – hier mein Beitrag.

Wie schaut’s denn bei Ihnen aus – was sind Ihre Sommerklassiker? Haben Sie sowas?

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Stefanie @ Wasserwald — 7. April 2010

Der Weiße Gailtaler Landmais

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“Ja, was soll das denn sein?” fragen sich viele unserer Gäste wenn sie zum ersten Mal vom weißen Gailtaler Landmais lesen. “So was wie Polenta – nur weiß.” sagen wir dann meistens.

Genaugenommen handelt es sich um eine alte Maissorte. Sie ist wirklich weiß, also sehr viel heller als der Polentagrieß, den man so landläuftig zu kaufen oder essen bekommt. Angebaut wird er in Würmlach von Sepp Brandstätter. Er ist Bergführer und Biobauer und produziert neben dem Landmais auch noch ausgezeichneten Speck und Käse.

Er hatte auf seinem Hof noch viele alte Gerätschaften – unter anderem eine alte Mühle zum Maismahlen. Über die Fragen seiner Kinder – wie denn das alles funktioniere – sei er selbst zum Nachdenken gekommen, sagt Sepp. Sein Vater wußte noch wie das alles geht und Sepp war Feuer und Flamme. Er fand auf dem Hof außerdem noch ein paar wenige Kolben weißen Mais und begann zu experimentieren. Und tatsächlich – er konnte sie zum Keimen bringen und auspflanzen.

Anscheinend macht Sepp Brandstätter keine halben Sachen. Denn in einem nächsten Schritt “besorgt” er sich einen Studenten der Universität Weihenstephan, der die Sorte und deren Anbau erforscht und darüber seine Diplomarbeit schreibt.

Die Diplomarbeit kommt dabei zum Schluß, dass es sich beim Weißen Gailtaler Landmais um eine Sorte handelt, die sich an die bei uns herrschenden Wetter-, Klima- und Bodenbedingungen bestens angepaßt hat. (Sie zeigt nirgendwo sonst so hohe Erträge wie hier, da das einfach der “beste” Standort für sie ist :-) ). Bei Sepp Brandstätter wird außerdem – anders als in der industriellen Vermahlung – der Keimling nicht entfernt sondern mit vermahlen. Dieser ist – wie viele ja sicher wissen – von hohem ernährungsphysiologischem Wert. Er enthält hohe Anteile an essentiellen Fettsäuren, Ballaststoffen, Vitaminen (B1, B2, B6, E), Eisen und Magnesium.

Besonders toll an Sepps Engagement ist außerdem, dass es ihn unabhängig von industriellem Saatgut macht. (wer “we feed the world” schon mal gesehen hat … sonst empfehle ich Ihnen, sich den Film mal anzuschauen :-) )

Noch ein paar Worte zur Verwendung: grundsätzlich ist er gleich zu behandlen wie die bekannt Polenta. Wir empfehlen allerdings ihn vorm Einkochen ins Wasser zu “linden” – darunter versteht man rösten bei schwacher Hitze OHNE Zugabe von Fett. Das macht man nur so lange, bis er zu duften beginnt – also nicht schwarz werden lassen :-)

Grundrezept:

4,5 dl Wasser
100 – 120 g Weißer Gailtaler Landmais
Salz, etwas Butter, Parmesan

Wasser mit Salz und Butter zum kochen bringen. Den “gelundenen” Landmais einrühren – Vorsicht, der Mais ist von Linden sehr heiß. Das kann also sehr leicht spritzen, was sehr unangenehm sein kann, wie ich aus leidvoller Erfahrung weiß.

Deckel drauf und bei niedriger Hitze quellen lassen, bis das ganze Wasser vom Mais aufgenommen wurde bzw. er gar ist. Da empfehle ich ruhig zu kosten, das merkt man schon, ob er gar ist oder nicht.

Nach Geschmack geriebenen Parmesan einrühren und mit Salz abschmecken.

Oder meine Lieblingsvariante – Grits. Kommt aus den Südstaaten der USA, wo ich es auch kennengelernt haben. Man könnte es mit Maisgrütze übersetzen. In der Herstellung gibt’s eigentlich keinen großen Unterschied. Ich verwende nur mehr Wasser – also auf die obige Menge etwa 0,75 Liter. Dann läßt man den Mais NICHT mit Deckel quellen sondern kocht ihn auf kleiner Flamme und unter ständigem Rühren. Das heißt, die ganze Sache ist viel flüssiger. Wenn der Mais gar und die gewünschte Konsistenz erreicht ist, wird ebenfalls wieder geriebener Parmesan eingerührt und Butter eingerührt und mit Salz abgeschmeckt. Beim Servieren streue ich gerne viel Pfeffer drauf, das ist echt ein tolles Frühstück.

(Für Grits ist das übrigens eine ziemlich große Menge – also lieber mit etwas weniger – so einem Viertel :-) anfangen!)

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Stefanie @ Wasserwald — 23. März 2010

Werner Holzfeind – der höchstgelegene Winzer Österreichs

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Ja, es ist tatsächlich wahr. Es gibt Wein aus Kötschach-Mauthen! Seit 1987 baut Werner Holzfeind auf seinem Grundstück in Mandorf Wein an. Auf 740 m Seehöhe ist der Weinbau natürlich nur als Hobby zu betreiben. Dieses Hobby nimmt Herr Holzfeind allerdings sehr ernst. Er hat Kurse in der Weinbauschule Silberberg absolviert und viele namhafte Winzer in Österreich, dem Friaul und Südtirol besucht, um sich zu informieren und immer weiter zu verbessern.

Als geeignete Sorten haben sich für ihn Sylvaner Riesling- Kreuzungen, der Grauburgunder und der Blaue Zweigelt herausgestellt. Außerdem läuft laut eigenen Angaben derzeit ein Versuch mit resistenten Neuzüchtungen der Rebsorten Cabernet-Sauvignon und Sauvignon Blanc. Die Rebstöcke sind auf einer Fläche von nur 1 Hektar ausgepflanzt und erbringen im Jahr etwa 250 Liter Wein. Keine Wahnsinnsmenge also, aber gerade genug um den Eigenbedarf zu decken und den Wein auch an Liebhaber zu verkaufen :-)

Vor etwa einem Monat bekamen wir eine kleine Flasche “Sauv-Gris” – also Sauvignon blanc-Pinot gris-Cuvee nehme ich an geschenkt. Wirklich großes Kompliment, war ein super Wein! Auch die Gäste, die in den Genuß der Verkostung kamen, waren begeistert – großartig, was Herr Holzfeind hier für eine Qualität produziert! (Schade nur, dass die Flasche so klein war – war viel zu schnell leer :-) )

Mit dem Weinbau entstand dann auch die Idee aus den Weintrestern Grappa zu brennen sowie die anderen Obstsorten aus dem eigenen Garten zu “veredeln”. Werner Holzfeind stellt also auch ganz hervorragende Brände her. Neben den im Tal traditionellen Sorten wie Apfel, Birne, Zwetschke, stehen auch in kleinen Mengen Pfirsich, Marille, Vogelbeere und Himbeere, Liköre, sowie diverse Grappasorten und Weinbrand im Programm.

Wir führen bei uns immer den Tresterbrand “Mandorf Cuvée”, eine hervorragende Alternative zu italienischem Grappa. Bei unseren Gästen kommt er vor allem deshalb auch so gut an, da er sehr aromatisch aber nicht so “scharf” wie unsere italienischen Grappe ist. Trifft genau den Geschmack unserer Gäste.

Nachdem Herr Holzfeind den Weinbau “nur” als Hobby betreibt, kann man natürlich nicht einfach so zu ihm fahren und einkaufen. Man kann aber Termine für Verkostungen und Verkauf vereinbaren. (Tel 0043 4715 8553 E-Mail werholz@gmx.at) Oder Sie kosten einfach den Tresterbrand mal bei uns, und überzeugen sich selbst von der Qualität. Auch den einen oder anderen Wein, haben wir immer mal wieder im Haus.

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Nadine (Europa Wanderhotels) — 16. März 2010

Kurzurlaub in Tauber´s Unterwirt

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Wo soll ich nur anfangen…
Aufregende Anreise nach Feldthurns mit Zwischenstop bei der Lodenwelt im Pustertal auf einen Kaffee und Kuchen…und schon geht´s weiter zum Unterwirt in Feldthurns (Südtirol). Ein Mitglied der Europa Wanderhotels.

Der Empfang von Theresia, der Receptionist war einfache spitze…freundlich, zuvorkommend, das was man sich nach einer langen Anreise erwartet :) Wellness-Oase… Schneeschuhwanderungen… und vieles mehr.

Die 40 TAGE Fastenzeit waren an diesem Abend wohl einfach vergessen, und so konnte ich das Galadinner in vollen Zügen genießen…vom Aperitiv über das Hamburgertartar mit einem gutem Glaser Wein bis zum unbeschreiblich leckeren Dessert und abschließenden Südtiroler Verdauungsschnaps – ein kulinarischer Genuss :)

Nach einer 50-minütigen Aromaölmassage von Angelika sitze ich nun wieder entspannt und relaxed im Büro.

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