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Verrückt nach Pilzen

2010 ist ein ausgesprochenes Pilzjahr.

Sie sind weder Tiere noch Pflanzen, manche sind mikroskopisch klein, andere sind fußballgroß, manche sind ein Gaumenschmaus, andere sind extrem giftig: Das Reich der Pilze hat die Menschen von jeher fasziniert. Wer sich die Vielfalt klarmacht, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Momentan haben die Pilze im Fisser Wald Hochsaison. Beim Wandern trifft man überall und ständig auf Pilzsammler, die ihrer Leidenschaft frönen.

Die Nachricht, dass die Pilze da sind, hat auch die Pilzsammler im Chesa Monte aufgewühlt. Dieses Wissen weckt wirklich Begierden.  Da wird der Weidenkorb hervorgeholt und das Taschenmesser parat gelegt, bevor es auf Pilztour geht.

Unser Koch Marcel wird seinen Fund übrigens zu köstlichen Steinpilzravioli verarbeiten. Rezept folgt!

Steinpilze aus dem Fisser Wald

Steinpilze aus dem Fisser Wald

Der Name „Steinpilz“ ist nicht entstanden, da er auf Steinen wächst oder auf steinigem Gelände vorkommt – der Name hat seinen Ursprung in der Konsistenz seines Fleisches. Es ist besonders fest, verglichen mit anderen Pilzen.

Steinpilze sind Mykorrhiza-Pilze. Das bedeutet, Sie gehen eine Partnerschaft mit einer anderen Pflanze (Baum) ein. Daher stammen auch ihre Namen: Fichten-, Kiefern-, Eichensteinpilz (= Sommersteinpilz). Sie sind als kulinarische Delikatesse bekannt.

Mykorrhiza Pilze sind heutzutage nicht oder nur kaum züchtbar. Das macht sie so teuer, da sie in freier Natur gesucht und gesammelt werden müssen.

"Jäger und Sammler" - Marcel, Koch im Verwöhnhotel Chesa Monte****

"Jäger und Sammler" – Marcel, Koch im Verwöhnhotel Chesa Monte****

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Pflück mir ein Edelweiß und ich schenk Dir mein Herz

Edelweiß – Leontopodium alpinumKönigin der Alpenblumen

Das Edelweiß gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), wächst in Fels und Geröll auf einer Meereshöhe zwischen 1.500 und 3.400 m und blüht von Juli bis September. Der Stengel ist bis 20 cm lang, graufilzig, die Blüten sind sternförmig und wollig behaart. Die Pflanze ist ausdauernd und liebt sonnige, steinige Böden und Südlagen. Durch das exzessive Pflücken wurde das Edelweiß stellenweise fast ausgerottet. Man findet es nur noch an den steilsten Felsgraten und unzugänglichen Stellen im Hochgebirge. Mittlerweile ist das Edelweiß streng geschützt.

Das Edelweiß gilt als die Alpenblume schlechthin und symbolisiert karge Schönheit, Wagemut, Sehnsucht, Ehrlichkeit und Reinheit.

Edelweiß – ein waghalsiger Liebesbeweis

Zahlreiche Geschichten und Mythen ranken sich um das Edelweiß, sehr häufig geht es um große Gefühle, Wagemut, Liebe, Heldenmut und um tragische Unfälle beim Pflücken.

Wer “Sissi” kennt, weiß es längst:

Das Edelweiß war die Lieblingsblume der österreichischen Kaiserin und auch bei der übrigen Damenwelt sehr begehrt. So riskierte manch heißblütiger Verehrer bei waghalsigen Kletterpartien seinen Hals, um der Liebsten als Zeichen seiner aufrichtigen Gefühle ein Sträußlein zu pflücken.

(Das nenn’ ich doch einen glaubwürdigen Liebesbeweis: Wer riskiert schon sein Leben für eine kleine Blume, wenn es ihm mit der zu beschenkenden Dame nicht ernst ist?)

Pflück mir ein Edelweiß und ich schenk' Dir mein Herz .... www.naturfotos.at

Pflück mir ein Edelweiß und ich schenk Dir mein Herz …. www.naturfotos.at

In der Volksmedizin galt das Edelweiss in Milch mit Honig gekocht als hervorragendes Mittel gegen Bauch-  und Magenschmerzen. Neuesten Forschungserkenntnissen zu Folge enthält das Edelweiß viele sekundäre Inhaltsstoffe, deren Heilwirkung noch nicht gänzlich ergründet sind.

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“Alles Marille” – Chesa Monte macht das Beste aus frischen Früchten

Ob Marillen wirklich lustfördernd und lebensverlängernd wirken, ist nicht bewiesen.

Fest steht: Die paradiesischen Früchte mit der langen Geschichte wachsen nicht nur auf hübsch blühenden Bäumen, die das Bild der Landschaft im Frühling prägen – ihnen ist im Chesa Monte auch öfters ein Fest gewidmet. Und das zu Recht.

Dazu ein Rezepttipp von unserer Karoline – unbedingt probieren!

Marillen-Tiramisu:

Zutaten für 6 Portionen:

500 g Marillen (Aprikosen)
40 g Kristallzucker
1 großes Stamperl Marillenlikör (4 cl)
250 g Mascarpone
80 g Staubzucker

Zubereitung:

Eine kleine rechteckige Form (18 cm x 12 cm) mit 2 Lagen Backtrennpapier so auslegen, dass das Papier über den Formrand steht. Marillen waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Mit Zucker und Likör vermengen und in einer Pfanne etwa 5 Minuten dünsten; in einer Schüssel auskühlen lassen. 200 g des Marillenrösters mit dem Pürierstab pürieren und löffelweise den Mascarpone sowie den Staubzucker mit dem Handmixer unterrühren.

7 Esslöffel Milch mit 2 Esslöffel Marillenlikör verrühren. 20 Biskotten in der Likör-Milch gut tränken und abwechselnd mit der Mascarponecreme und dem restlichen Marillenröster in die Form schlichten.

Das Tiramisu zugedeckt über Nacht durchziehen lassen. Mit Hilfe des Backtrennpapiers aus der Form heben, mit Kakao bestreuen und in Portionen teilen.

Chesa Monte Marillen-Tiramisu

Chesa Monte Marillen-Tiramisu

Neben dem einzigartigen Geschmack enthält die Marille auch viele gesunde Inhaltsstoffe. Kein heimisches Obst liefert mehr Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A. Vitamin A ist unter anderem verantwortlich für gutes Sehen, gesunde (Schleim-)Haut und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen. 200 Gramm Marillen genügen, um den Tagesbedarf an Vitamin A zu decken. Nur getrocknete Marillen versorgen den Körper mit noch mehr Vitamin A. Hervorzuheben sind auch die hohen Werte an Niacin (für Nerven und Spannkraft), Vitamin C (Immunsystem) und Kalium (Wasserhaushalt, Muskelkontraktionen).

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A schens Wander-Liadl: “Stilles Land”

Oft ist es schwer, die Gefühle und Eindrücke, die beim Wandern auf einen einwirken, in Worte zu fassen. Heute habe ich ein Lied der Tiroler Gruppe “Findling”gehört, und da ist mir bewusst geworden, daß es genau das ist, was ich beim Wandern empfinde.

Stilles Land
Stilles Land, am Herzrand g’legn, a Handbroat lei vom Paradies
Hoamatland, schun tausend Mal g’sechn und jedes Mal andersch und nei

Taleinwärts der Weg, herzverbund’n mit Dir, da Rundblick auf di aug’ngroaß
Am Wasser mundoff’n, dei Ader zum Leb’m, a Bild für die Herzstub’m in mir

Gipflwärts weitergian, kniawoach am End, dünnluftig ob’m am Ziel
Iatz dalieg’n, herzoff’n, nit denk’n, lei g’spiarn, ewigundnoapaartag.

Z’abends a Stub’m, dahoam bei die Leit, ausraschtn, singen und spiel’n
Inwendig Bilder, schon auswendig glearnt, unvagessn fier mi.

Übersetzung für alle Nicht-Tiroler kann ich auf Wunsch gerne liefern ;-)

Liebe Grüße aus Fiss

Dagmar

Stilles Land - Urgbach im Fisser Urgtal

Stilles Land – Urgbach im Fisser Urgtal



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So schmeckt der Sommer – Lavendelblüteneis

Mit einem hausgemachten Lavendelblüteneis hat unsere Patisseurin Karoline die Herzen unserer Gäste gestern Abend im Sturm erobert.

Die Blüten für diese Köstlichkeit stammen übrigens aus unserem Garten.

Lavendeleis verfeinert mit deren Blüten

Zutaten und Zubereitung Lavendelblüteneis (ca. 750g):
• 1 TL Lavendelblüten (je nach Geschmack bis zu 1 EL möglich)
• 250 g Sahne
• 250 g Milch
• 110 g Zucker
• 2 Eidotter

Die Lavendelblüten werden mit der Sahne und der Milch über dem Wasserbad erhitzt.
In die warme Lavendelmilch werden nun langsam Dotter und Zucker eingerührt und erneut erhitzt auf 85° C.

Nun die Masse für das spätere Lavendeleis einfach in eine Eismaschine geben und gefrieren lassen. In eisgekühlten Gläsern – garniert mit Lavendelblüten – servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Karoline & Josef

Wunderschöner Lavendelstrauch im Garten vom Chesa Monte

Wunderschöner Lavendelstrauch im Garten vom Chesa Monte

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Der Duft der Tiroler Bergwiesen

Als ich letzte Woche mit Freunden über eine herrliche Tiroler Bergwiese wanderte, konnte ich endlich meinen Bergsommer riechen. Der Bergsommer duftet für mich nach Brunellen  – seit meiner Kindheit war es immer so.

Brunellen duften herrlich intensiv nach Vanille – manche meinen sogar nach Schokolade. Ein wirkliches Fest für die Nase.

Schwarzes Kohlröschen - Fotoquelle naturfotos.at

Schwarzes Kohlröschen – Fotoquelle naturfotos.at

Die Pflanze wächst nur in Höhenlagen zwischen 1.200 und 2.350 m auf Kalkböden. Sie wird ca. 15 bis 20 cm hoch, hat schmale abstehende Blätter und blüht von Ende Juni bis Mitte August – der starke Vanilleduft zieht vor allem Schmetterlinge an.

Das Schwarze Kohlröschen – Nigritella rhellicani – wurde im Jahr 2007 zur Orchidee des Jahres gewählt. Mit der Kür der zur kleinen Gruppe der Bergorchideen gehörenden Pflanze soll auf die Bedeutung des Schutzes alpiner Lebensräume aufmerksam gemacht werden. Beeinträchtigt wird das Schwarze Kohlröschen, wie die meisten Alpenpflanzen, durch Überweidung der Almen, Skipisten und überzogenen alpinen Wegebau.

Als wir entlang des Wanderweges unzählige blühende Brunellen sahen, kamen auch Erinnerungen an die in meiner Kindheit ganz besonderen Tage im “Bergmahd” auf.

Die Bergmahd war und ist eine besondere Zeit des Erntens. Der Bauer nutzt sie nicht nur zum Heuernten sondern auch zum Sammeln von Heilpflanzen. Je nach Kräuterart werden Blüten, Blätter oder Wurzeln mit ihren medizinischen Wirkstoffen zur Herstellung von altbewährten Hausmitteln verwendet und bei Mensch und Vieh eingesetzt.

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Johannisbeeren – eine perlende Erfrischung

Hören Sie ihn auch, den Lockruf der Beeren? Plück mich! Iss mich! So tönt es unüberhörbar. Lassen Sie sich ruhig verleiten, denn die Zeit ist kurz und der Genuss alles andere als eine Sünde.

Johannisbeerfest im Europa Wanderhotel Chesa Monte**** am 21. Juli 2010

Johannisbeerfest im Europa Wanderhotel Chesa Monte**** am 21. Juli 2010

Für alle Backfreunde mein Geheimrezept – Oma’s Johannisbeerkuchen

Mürbteigboden:
15 dag Mehl
10 dag Butter
5 dag Zucker

Auflage:
Eiweiß von 3 Eiern
15 dag Staubzucker
40 dag Ribisel

Pudding:
1 Päckchen Vanille-Puddingpulver
1/2 l Milch
50 g Zucker

Zubereitung:
* Aus Butter, Zucker und Mehl einen Mürbteig herstellen (Tipp: alles mit der Küchenmaschine mixen und dann die Masse bröselig in die bebutterte Form drücken)
* Den Boden ca. 20 Minuten bei 200° C backen.
*Von 1/2 l kalter Milch 8 Esslöffel entnehmen und damit das Puddingpulver mit einem Schneebesen in einer Schüssel glatt abrühren. Die übrige Milch mit dem Zucker erhitzen. Die kochende Milch von der Kochstelle nehmen, das fein verrührte Puddingpulver langsam einmengen und dann 1 Minute aufkochen lassen. Im kühlen Zustand auf den ausgekühlten Mürbteigboden streichen.
* Schnee von 3 Eiern steif schlagen und langsam den Staubzucker einrieseln lassen.
* Die entstielten Johannisbeeren auf den Pudding legen und mit der Schneemasse bestreichen.
* Kuchen einige Minuten mit starker Oberhitze fertig backen.

Ich wünsche GUTES GELINGEN!

Oma's Johannisbeerkuchen nach Originalrezept

Oma's Johannisbeerkuchen nach Originalrezept

Übrigens:

Aromatisch säuerlich im Geschmack erfrischen Johannisbeeren nicht nur den Gaumen, sondern gleich den ganzen Körper. Denn Johannisbeeren, auch Ribiseln genannt, zählen mit ihren Inhaltsstoffen zu den gesündesten Obstarten, die es gibt.

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