Der Bergstock “Auf der Mussen” (1950m) ist ein ausgedehntes Almgebiet westlich des Gailbergsattels mit dem Panul-Wald und den Panul-Wiesen, den Lum-Wiesen, der Rautalm, der Mukulin-Alm und der Scharten-Alm.
Aus diesem Gelände erheben sich mehrere Bergkuppen, wie der Kuku, der Schartenkogel, das Joch und der höchste Berg “Auf der Mussen” der 2090 m hohe Schatzbühel. Der Mussenstock gehört wie der westlich anschließende Lumkofel zu den Lienzer Dolomiten und bildet deren östlichsten Eckpfeiler. Bereits seit seiner Entdeckung um 1880 als “Blumenberg Kärntens” gilt er als bevorzugtes Ziel für botanisch interessierte Bergwanderer und Botaniker aus aller Welt. Das über der Waldgrenze liegende Almwiesengelände ist von der Vegetation, ihrem Artenreichtum und der Seltenheit einiger Arten her, wohl eines der floristisch interessanten Gebiete Kärntens.
Früher dienten diese Mähwiesen der Gewinnung von Heu für die Winterfütterung. Wegen des großen Wassermangels in diesem trockenen Kalkgebiet war eine Nutzung der Wiesen als Viehweide problematisch. heute werden die Wiesen hauptsächlich nur noch aus Gründen des Naturschutzes, zum Schutz vor einer Verbuschung gemäht. Dadurch bleiben die einzigartigen Orchideen- und Lilienwiesen erhalten.
Mehr als 500 Pflanzenarten gedeihen auf der Mussen, davon über 280 sogenannte höhere Pflanzen, mit der “botanischen Königin, der Paradieslilie. Diese überaus vielseitige, mannigfaltige und auch mit seltenen Arten ausgeprägte Flora ist auf das Zusammenwirken etlicher günstiger Faktoren zurückzuführen. Zum einen liegt der Mussenstock genau gegenüber dem Einschnitt des Plöckenpasses. Somit konnten südliche “Flora- und Faunaelemente” (heißt Tiere und Pflanzen) ungehindert nach Norgen “einwandern”. Dazu kommen einige klimatische Faktoren wie z.B. die Exposition, der Licht- und Temperaturfaktor, die Windrichtung, Schneebedeckung, Dauer der Aperzeit (in der kein Schnee liegt) etc. Lassen wir die Details an dieser Stelle außen vor, ich denke, es reicht zu wissen, dass alle diese Faktoren auf der Mussen günstig für das Pflanzenwachstum ausfallen.
Aber auch der Einfluß des Menschen hat seinen Anteil an der heutigen Situation auf der Mussen. Ursprünglich war der Mussenstock nämlich bis zum Gipfel bewaldet. Um ihn bewirtschaften zu können wurde er allerdings bereits vor einigen hundert Jahren gerodet und wie bereits erwähnt die Almen gemäht. Die traditionelle bäuerliche Bewirtschaftung war maßgeblich am Erhalt des Artenreichtums und der Artenvielfalt der hier anzutreffenden Alpenflora verantwortlich. Durch die Rodung der Wälder wurde außerdem der Wassergehalt des Bodens herabgesetzt. Bodentrockenheit und Wärme bewirkten, dass sich ganz spezielle Pflanzengesellschaften entwickeln konnten.
Untersuchungen von über 30 Spezialisten aus ganz Österreich haben viele spannende Ergebnisse über die Mussen zu Tage gefördert. Man hat über 1000 Tierarten nachgewiesen, darunter allein 670 verschiedene Schmetterlinge, eine neu entdeckte Schmetterlingsart und über 100 Spinnen, darunter eine der mitteleuropaweit seltensten Arten. Das sind natürlich mehr als genug Gründe, um das Gebiet der Mussen unter Naturschutz zu stellen.
Der Mussenstock ist erreichbar:
von Kötschach aus – dazu fährt man mit dem Auto bis zur Ödenhütte und geht über die Röten auf die Mussen
vom Lesachtal aus – dabei kann man auch im Gasthof Löwen in St. Jakob einen Schlüssel für den Schranken holen, und damit das Wegerecht erwerben, um noch etwas weiter hinaufzufahren. Das ist also eindeutig der Weg, für all diejenigen, die nicht ganz so lange gehen wollen.
Der Blumenberg Kärntens bietet also beides, ein wunderbares Naturerlebnis und Erholung, für alle, die die Natur einfach nur genießen wollen, und botanisch höchst Interessantes, für die, die sich näher damit auseinandersetzen wollen. Zwei interessante Bücher – wenn auch etwas anstrengend zu lesen, muss ich zugeben – gibt’s beim Tourismusbüro in Kötschach. Einerseits “Paradieslilie und Höllenotter – Bergwiesenlandschaft Mussen” vom Amt der Kärntner Landesregierung und andererseits “Bergblumen auf der Mussen” von Eitel-Friedrich Scholz.
Meine Mutter war letzten Dienstag oben daher gibt’s auch ein paar Fotos.



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Bei herrlichem Wetter führt uns unsere heutige Tour auf die Planai und weiter zum Krahbergzinken. Nachdem wir mit unserem Wandertaxi in Schladming angekommen sind, fahren wir zuerst bequem mit der 8er Gondelbahn “Golden Jet” zur Mittelstation (Kessleralm) und weiter mit dem Bus zu unserem heutigen Ausgangspunkt, der Schladminger Hütte auf der Planai. Auf dem Weg Nr. 779 wandern wir zuerst gemütlich auf einem leicht ansteigendem aber kurzen Stück zum Gipfel der Planai 1906m wo man schon erahnt welch traumhafter Ausblick uns dann am Krahbergzinken erwarten wird. Weiter geht es nun auf dem Krahbergsattel wieder leicht bergab bis man den Panoramarundweg der Planai erreicht. Von dort an wandern wir auf einem gut begehbaren Steig hinauf zum Krahbergzinken wo das letzte Stück mit Seilen versichert aber ohne weitere Schwiereigkeiten zu begehen (erklettern) ist. Am Gipfel auf 2134m genießen wir einen herrlichen Ausblick auf das Ennstal, das Dachsteinmassiv und unserem Hausberg dem Hauser Kaibling bis hin ins Untertal in Rohrmoos. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es jetzt zuerst am Anstiegsweg und dann weiter am Panoramaweg der Planai zurück zur Schladminger Hütte die auf einen Einkehrschwung einlädt. Danach wandern wir durch Wald und Wiesen zurück zur Mittelstation, wo wir mit der Seilbahn wieder zurück ins Tal nach Schladming fahren. Während ich diese Zeilen hier tippe lassen sich unsere Wandergäste bereits im neuen Wellnesbereich 
















