Die Sonne scheint und scheint. Uff – da kann es schon einmal richtig heiß werden. Bei uns in den Bergen ist diese Hitze aber immer noch gut erträglich – denn in der Nacht kühlt es immer ab und außerdem kann man am Tag in die Berge flüchten. Eine herrliche Alternative zu den Berggipfeln der Karnischen Alpen sind die Klammen im Gailtal. Neben der bereits von Stefanie vorgestellten Mauthner Klamm gibt es auch noch die Garnitzenklamm bei Hermagor. Eine ideale Wanderung für heiße Sommertage. Ich habe die Garnitzenklamm vor einige Tagen für Sie getestet. Es war super! Ich erzähl Ihnen ein bißchen davon! Kommen Sie mit auf eine Entdeckungsreise durch die Klamm.
Die Garnitzenklamm ist 4 Kilometer lang – dort wo der Garnitzenbach im Laufe der Erdgeschichte sich seinen Weg durch die Karnischen Alpen gegraben hat. Viele Details zur Entstehung der Garnitzenklamm lesen Sie auf den Geotrails-Schautafeln in der Klamm. Da ist man auch viel näher am Geschehn und begreift viel schneller – daher ist hier auch schon Schluss mit den erdgeschichtlichen Details.
Der Einstieg in die Garnitzenklamm ist ganz einfach zu finden. Fahren Sie Richtung Möderndorf. (Von Kötschach kommend geht es gleich bei der Ortseinfahrt von Hermagor rechts weg.) Dann immer gerade aus bis Sie direkt vor dem Eingang in die Klamm stehen. Gleich nach dem Klammwirt gibt es ein kleines Kassenhäuschen und danach gibt es einen großen (teilweise schattigen) Parkplatz. Für die Wegerhaltung bezahlt man beim Klammeingang € 4,-/Erwachsenen. Sind Sie Alpenvereinsmitglied? Dann gilt der reduzierte Satz von € 2,-/Person – vergessen Sie also Ihre Mitgliedskarte nicht zuhause.
Die Beträge zur Wegerhaltung sind super angelegt – der Weg durch die Garnitzenklamm ist in einem optimalen Zustand. Viele alpine Steigleitern, Haltgriffe und 9 Brücken machen den Weg begehbar. Der Weg ist in 4 Teilbereiche gegliedert. Für alle Teilbereiche sind gute Schuhe und Trittsicherheit erforderlich. In den letzten beiden Abschnitten ist es außerdem empfohlen schwindelfrei zu sein. Vom Klammeinstieg auf ca. 630 Höhenmeter bis zum Klammende auf 1125 Höhenmeter rechnet man mit einer ungefähren Gehzeit von 2,5 Stunden. Der Weg ist super! Total abwechslungsreich – es geht mal flach, mal leicht aufwärts – mal direkt am Wasser, mal etwas in der Höhe. Auch an heißen Sommertage ist es hier in der Klamm sehr angenehm. Und wem auch hier noch zu warm sein sollte, der brauch nur mal die Schuhe ausziehen und eine kurze Rast am Garnitzenbach machen. Der ist erfrischend kühl!
Wieviele der Teilabschnitte Sie machen entscheiden Sie am besten vor Ort. Hier drei Vorschläge von mir.
1. Vom Klammeinstieg durch den ersten und zweiten Teil der Klamm. Dort wechseln Sie dann auf den Steinwenderweg (Nr. 401) und nehmen den Abstieg über Sankt Urbani nach Möderndorf. Von geht man dann zurück zum Klammeinstieg. Gehzeit für diese Strecke sind ca. 2,5 Stunden. Sehr angenehm empfinde ich, dass es ein Rundwanderweg ist. Man geht durch die Klamm hinauf und dann einen anderen Weg wieder zurück. Dadurch erspart man sich auch den Abwärtsweg durch die Klamm. (Abwärts ist doch immer ein bißchen schwieriger als aufwärts.)
2. Etwas weiter und herausfordernder ist es die Klamm bis zum dritten Teil zu gehen. Von dort gehen Sie dann das erste Stück über einen Forstweg retour bis Sie dann wieder auf den Steinwenderweg kommen über den Sie dann wie im ersten Vorschlag nach Möderndorf und wieder zum Klammeingang kommen. Die Gehzeit beträgt ca. 4 Stunden.
3. Sie gehen die Klamm bis zum Ende. Von dort können Sie dann den vierten Teil wieder durch die Klamm zurückgehen – und dann wie Vorschlag zwei retour. Oder Sie entscheiden sich für die längste Route. Sie gehen vom Klammende weiter auf die Kuhweger Alm. (Gehzeit in Summe ca. 3.5 Stunden). Auf der Kühweger Alm können Sie dann rasten und sich stärken. Der Rückweg geht dann über die Almstrauße und den Weg Nr. 410 wieder ins Tal. Hier kommen Sie wei bei den anderen Varianten wieder nach Möderndorf und zum Klammeingang. Gehzeit in Summe ist ca. 5,5 bis 6 Stunden.
Für nähere Informationen zur Garnitzenklamm habe ich hier zwei schöne PDFs für Sie bereitgestellt. So können Sie sich gut schon vorher auf die Klammwanderung vorbereiten.












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